Arbeitsgruppe ‚Klimabewusster Alltag – Klimabewusste Gesellschaft vs. paradoxes Verhalten von Individuen‘

 

Der Klimawandel betrifft uns alle und wir befinden uns schon lange mittendrin. Die Auswirkungen des Klimawandels sind u.a. durch die Erderwärmung, intensivere Stürme und Niederschläge, sowie häufigere Hitzewellen und Dürreperioden spürbar. Die Ergebnisse der letzten EU-Wahl zeigen, dass das Thema Klimaschutz bei den Wähler*innen nahezu europaweit einen zentralen Stellenwert einnimmt und die Umweltaktivitistin Greta Thunberg, die weltweit Millionen junger Menschen zu den regelmäßigen „Fridays-for-Future“-Demonstrationen bewegt, wird vom TIME-Magazin zur Person der Jahres 2019 gekürt.

Der Klimawandel ist menschgemacht, da ist sich die überwiegende Zahl der Forscher*innen einig. Jede*r Einzelne kann etwas tun, um dem Fortschreiten des Klimawandels entgegenzuwirken und im Alltag aktiv zum Klimaschutz beitragen. Die Möglichkeiten klimaschonenden Verhaltens sind vielfältig und betreffen praktisch alle Bereiche des individuellen Handelns, etwa Wohnen (bessere Dämmung, geringere Wohnfläche), Kleidung (Langlebigkeit, Second Hand), Mobilität (Nutzung des ÖPNV, weniger fliegen) und Ernährung (Reduzierung des Fleischkonsums, Verwendung regionaler und saisonaler Lebensmittel). Dennoch verhalten wir Konsumenten uns als Verursacher – aber auch zukünftig Leitragende – des Klimawandels häufig paradox und handeln nicht klimabewusst.

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die Gesellschaft (weiter) für das Thema „klimabewusster Alltag“ zu sensibilisieren, um wirksame, klimabewusste Verhaltensweisen bei Individuen anzustoßen. Dazu plant die Arbeitsgruppe eine abendfüllende, öffentliche Veranstaltung.

Die Veranstaltung ist für den 26. Februar 2021 terminiert und wird in der Rotunde in Bochum stattfinden. Darüber hinaus wird potenziell ein zweiter Termin geplant, um unterschiedliche Zielgruppen zu adressieren. Während der Veranstaltung soll das Thema „Klimabewusster Alltag – Klimabewusste Gesellschaft vs. paradoxes Verhalten von Individuen“ durch verschiedene Programmpunkte aufgearbeitet werden. Das vielfältige Programm umfasst einen Poetry-Slam Beitrag, ein Interview, die Präsentation von Umfrageergebnissen und die Darstellung von Selbstversuchen der Gruppenmitglieder, den eigenen Alltag klimabewusster zu gestalten. Darüber hinaus beschäftigt sich die Arbeitsgruppe mit der Entwicklung eines Spiels, welches, ähnlich dem „Supertrumpf“-Prinzip, Wissen über die Klimawirkungen bestimmter Aktivitäten und Produkte spielerisch aufbereitet. Auch dieses Spiel wird auf der Veranstaltung präsentiert.

Die Situation, die wir aktuell durch die Corona-Pandemie erleben, zeigt viele Parallelen zur Bedrohung durch den Klimawandel: Sie erfordert, dass wir uns selbst einschränken, um damit das Gemeinwohl zu stärken. Zudem sind die individuellen Kosten, die durch Verzicht entstehen unmittelbar spürbar, während die positiven Auswirkungen erst in der Zukunft liegen. Generell zeigt sich, dass Verhaltensänderungen möglich sind, auch wenn diese nur zögerlich und teilweise nur durch politische Regulierung eintreten. Diese Erkenntnis muss sich nun auch bei der Bekämpfung des Klimawandels durchsetzen und wir hoffen, dies durch unsere Arbeit in der GYF zu unterstützen.

Durch die Corona-Krise haben sich die Arbeitsabläufe der AG digitalisiert und laufen auf Hochtouren bei der Verwendung von digitalen Kommunikationsplattformen.

 

Mitglieder der AG ‚ Klimabewusster Alltag – Klimabewusste Gesellschaft vs. paradoxes Verhalten von Individuen

 Fakultät / AbteilungInstitution
Dr. Nicolás Díaz FerreyraFakultät für Ingenieurwissenschaften, Abteilung Informatik und Angewandte KognitionswissenschaftenUniversität Duisburg-Essen
Dr. Maximilian FrießMarketing und Sales DepartmentRuhr-Universtät Bochum
Dr.-Ing. Tobias GrimmInstitut Product and Service Engineering, Lehrstuhl Hybrid Additive ManufacturingRuhr-Universtät Bochum
Dr. Thomas HeinzeFakultät für Geowissenschaften
Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik, Abteilung für angewandte Geologie, Hydrogeologie
Ruhr-Universtät Bochum
Dr. Sarah KöcherFakultät Wirtschaftswissen-schaftenTechnische Universität Dortmund
Andreas KünzelBank im Bistum Essen eG
Dr. Johann MatschkeMedizinische Fakultät, Institut für Zellbiologie (Tumorforschung), Arbeitsgruppe für molekulare ZellbiologieUniversität Duisburg-Essen
Dr. Milad MirbabaieFakultät Ingenieurwissenschaften, Abteilung Informatik und Angewandte KognitionswissenschaftKommunikationUniversität Duisburg-Essen
Dr.-Ing. Carina NistersInstitut für Mechanik, Abteilung für BauwissenschaftenUniversität Duisburg-Essen
Osiadacz , ChristofAccenture GmbH
Dr. Kai PflanzNRW.Bank
Dr. Katharina PütterFakultät für Bio- und Chemieingenieurwesen, Lehrstuhl Technische BiochemieTechnische Universität Dortmund
Dr. Thomas SeidenstickerFakultät Bio- und Chemieingenieurwesen, Lehrstuhl für Technische ChemieTechnische Universität Dortmund
Dr. Stephan SommerKompetenzbereich Umwelt & RessourcenRWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung
Dr.med. Dr.med.univ. Christoph WallnerUniversitätsklinik für Plastische Chirurgie und
Schwerbrandverletzte, Handchirurgiezentrum
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil,